Wie es ist, in einer laufenden Waschstraße zu drehen

Clips von Menschen, die entweder halbnackt laufend oder auf einer Motorhaube liegend durch eine Waschstraße ziehen, gibt es auf YouTube eine Menge. Wie es ist, wenn man mit ca. 12KW Licht, viel Videotechnik und ca. 12 Menschen dort dreht, konnte ich am 29.06. erleben.

Im Auftrag eines Kunden haben der Hamburger Werbefotograf Christoph Siegert und ich einen ca. 2 minütigen Werbeclip zwischen Schaumdüsen, kraftvollen Bürsten und Starkwindgebläsen produziert.

Da sich Strom und Wasser nicht sonderlich gut vertragen, war ein Höchstmaß an Sicherheit erforderlich.  Das galt vor allem für die Menschen, aber auch für die sensible Filmtechnik. Für den Protagonisten war es trotz Schutzkleidung eine sehr harte Angelegenheit, sich mit kaltem Wasser und Reinigungsschaum abspülen zu lassen. Am härtesten waren jedoch die Riesenbürsten, die bei längerem Abschrubben auch schnell die obersten Hautschichten wegradieren.

Nach 12 Stunden Dreh - teils in Regenkleidung - konnten wir am Sonntagabend schließlich die letzte Klappe schlagen und mit sehr schönem Material nach Hause fahren. Mittlerweile ist der Rohschnitt fertig und sieht vielversprechend aus. Und wie immer, wenn es gut geklappt hat, sieht man die Mühen im Endresultat natürlich nicht mehr. Aber letztlich zählt immer nur der fertige Film!

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